Geschwindigkeitsmessanlage

21. Mai 2015 | Von | Kategorie: Aktuell

Markt Beratzhausen überwacht die Einhaltung zulässiger Höchstgeschwindigkeiten mit neuer stationärer Messeinrichtung
Spitzenreiter mit 105 Stundenkilometer durch 30-er Zone

BERATZHAUSEN. Der Markt Beratzhausen mit seinem 1. Bürgermeister Konrad Meier rückt den Rasern im Gemeindegebiet mit einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage moralisch zu Leibe.
Schließlich liegt dem Rathauschef die Verkehrssicherheit und leibliche Gesundheit seiner Bürger, im Besonderen der schwächsten Verkehrsteilnehmer, wie z. B. Kindern, Schüler und Senioren sehr am Herzen. Seit Mitte April werden auf der Hardter Ortsdurchfahrt in Richtung Illkofen die gefahrenen Geschwindigkeiten visuell angezeigt, aber auch datentechnisch aufgezeichnet. Die Idee dazu hatte der Hardter Hermann Walter. Dem Ergotherapeuten gingen – wie nicht wenigen anderen Dorfbewohnern – die Schnellfahrer in der Tempo 30-er Zone schon länger auf die Nerven. „Wir begleiten unsere Kinder täglich zum Schulbus-Häusel, so der mehrfache Vater, weil uns der unbeaufsichtigte Aufenthalt dort oder die Straßenüberquerung wegen der Schnellfahrer zu gefährlich erscheint.
Ein unbedachter Schritt in die Fahrbahn zu einem ungünstigen Zeitpunkt könnte fatale Folgen haben. Umso mehr bestätigt fühlen sich die Anrainer als Bauhofleiter Christian Koller die ersten Ergebnisse einer siebentägigen Messung bei einem Vor-Ort-Termin offenbarte. 2.212 Fahrzeuge befuhren den Streckenabschnitt in eine Richtung, wobei sich gut die Hälfe der Fahrzeugführer (1.132) an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 km/h hielten. Bis zu 541 Kfz´s oder auch Krafträder sahen 50 km/h für die 30-er Zone als noch „angemessen“. Der Rest überschritt die zulässige Geschwindigkeit meist bis zum dreifachen. Zu den schnellsten gehörten sechs Fahrer mit 100 km/h. Spitzenreiter war ein Fahrer mit 105 km/h statt der erlaubten 30 Stundenkilometer und dies zur Mittagszeit, wo oftmals die ersten Schulkinder nach Hause gehen.

Für die Dorfbewohner sowie Gemeindechef Meier und Bauhofleiter Koller sind damit die Anschaffungskosten in Höhe von 2.930 Euro voll gerechtfertigt. Schließlich hoffen wir, dass die Messanlage viele Kraftfahrer zu angemessener Fahrweise anhalten wird. Im Übrigen kann sie an anderen neuralgischen Strecken im Gemeindegebiet die Verkehrssünder aufzeichnen. Die Ergebnisse können dann als moralische Aufforderung an die Kraftfahrer im Amtsblatt veröffentlicht werden und auch als Indiz für eine notwendige strengere Verkehrsüberwachung gewertet werden (lrd).

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Bauhofleiter Christian Koller und Bürgermeister Konrad Meier informierten Hardter Dorfbewohner über die ersten Ergebnisse der neuen Geschwindigkeitsmessanlage.                  Bild: Reinhard Seidl