Information an die Bürger

11. Juni 2015 | Von | Kategorie: Topmeldung

Die Abwasseranlage ist nun in den Ortsteilen in Betrieb. Durch die langen Wege zwischen den Ortsteilen muß das Abwasser über Pumpwerke und lange Druckleitungen transportiert werden. Es sind nun insgesamt 27 Pumpwerke in Betrieb. Auch in der Kläranlage muß das Abwasser nochmals mit Pumpen um rd. 15 m gehoben werden. Aufgrund immer wieder festgestellter Fehleinleitungen kommt es in letzter Zeit häufiger zu Betriebsstörungen, weil Stoffe im Kanal landen, die die Pumpen verstopfen.

Diese Verstopfungen können nur durch Handarbeit durch die Mitarbeiter der Abwasseranlage beseitigt werden. Aus gegebenem Anlass (siehe Foto: hier ist ein ca. 20 cm langes dünnes Metallrohr und ein Putzlumpen zu sehen bzw. ein „Zopf“ bei einer Pumpe) wird hier auf unsere Entwässerungssatzung hingewiesen.

Nach § 15 Nr. 2 der Satzung dürfen folgende Stoffe nicht eingeleitet bzw. über den Kanal entsorgt werden:

  • feuergefährliche oder zerknallfähige Stoffe wie Benzin oder Öl,
  • infektiöse Stoffe, Medikamente,
  • radioaktive Stoffe,
  • Farbstoffe, soweit sie zu einer deutlichen Verfärbung des Abwassers in der Sammelkläranlage oder des Gewässers führen, Lösemittel,
  • Abwasser oder andere Stoffe, die schädliche Ausdünstungen, Gase oder Dämpfe verbreiten können,
  • Grund- und Quellwasser,
  • feste Stoffe, auch in zerkleinerter Form, wie Schutt, Asche, Sand, Kies, Faserstoffe, Zement, Kunstharze, Teer, Pappe, Dung, Küchenabfälle, Schlachtabfälle, Treber, Hefe, flüssige Stoffe, die erhärten,
  • Räumgut aus Leichtstoff- und Fettabscheidern, Jauche, Gülle, Abwasser aus Dunggruben und Tierhaltungen, Silagegärsaft, Blut aus Schlächtereien, Molke,
  • Absetzgut, Räumgut, Schlämme oder Suspensionen aus Abwasserbehandlungsanlagen und Abortgruben unbeschadet gemeindlicher Regelungen zur Beseitigung der Fäkalschlämme,
  • Stoffe oder Stoffgruppen, die wegen der Besorgnis einer Giftigkeit, Langlebigkeit, Anreicherungsfähigkeit oder einer krebserzeugenden, fruchtschädigenden oder erbgutverändernden Wirkung als gefährlich zu bewerten sind wie Schwermetalle, Cyanide, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Polycyclische Aromaten, Phenole.

Insbesondere die auch aufgelisteten Faserstoffe bereiten hier massive Probleme, da sich diese in den Pumpen zu langen Zöpfen verdrehen. Hierzu zählen insbesondere die dünnen Wischtücher oder Feuchttücher, Ausnahme sind hierbei nur die Toiletten-Hygienetücher, die sich nach dem Packungsbeschrieb der Hersteller im Kanal zersetzen. Achten Sie hier bitte auf das Kleingedruckte der Packungen.

Auf das beiliegende Beiblatt „Vorsicht Pumpenkiller“ wird verwiesen. Ebenso muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass andere Hygieneartikel (z.B. Q-Tips, Damenbinden oder Präservative) nicht über das Abwassersystem entsorgt werden dürfen.

Abschließend wird an alle Bürger appelliert, diese Hinweise und Verbote zu beachten, denn durch diese vermeidbare Mehrarbeit entstehen zusätzliche Arbeitskosten ja unter Umständen sogar Reparaturkosten, die dann in die Kalkulation der Abwassergebühren pro m³ Abwasser eingehen.

 

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