Markt Beratzhausen und Wasserzweckverband Laber-Naab schließen kommunale Liegenschaften an das Nahwärmenetz an
Der Markt Beratzhausen und der Wasserzweckverband Laber-Naab haben einen wichtigen Schritt in Richtung klimafreundliche und zukunftssichere Energieversorgung gemacht: Beide Partner haben die Verträge zum Anschluss ihrer Liegenschaften an das Nahwärmenetz der „Renergiewerke Beratzhausen“ unterzeichnet.
Für den Markt Beratzhausen werden insgesamt sechs kommunale Liegenschaften an das Wärmenetz angeschlossen: Schule, Turnhalle, Jugendtreff mit Arztpraxis, Gerhardinger-Kinderhaus, Rathaus sowie Rathaus-Nebengebäude. Der Wasserzweckverband Laber-Naab wird zwei eigene Liegenschaften – das Verwaltungsgebäude und die Technikzentrale – an das Netz anschließen. Mit der Inbetriebnahme des Wärmenetzes werden ab dann sowohl der Markt Beratzhausen als auch der Wasserzweckverband ihre eigenen Gebäude vollständig gasfrei betreiben.
Für den Zehentstadel wurde zudem ein Vertrag für einen sogenannten Teilanschluss unterzeichnet. Das Gebäude wird derzeit noch mit energieineffizienten Nachtspeicheröfen beheizt. In einer laufenden Studie wird aktuell geprüft, ob im Zuge des Anschlusses eine Umrüstung auf eine konventionelle Heizkörperlösung erfolgen kann.
Unterschrieben wurden die Verträge von Bürgermeister Matthias Beer für den Markt Beratzhausen sowie von Bürgermeister Josef Bauer in seiner Funktion als Vorsitzender des Wasserzweckverbands Laber-Naab.
Besonders wichtig ist beiden Partnern der CO₂-freie Charakter des Nahwärmenetzes, das von GP Joule betrieben wird. Die Wärme wird ab der Fertigstellung in der Heizzentrale über moderne Großwärmepumpen erzeugt, die vollständig mit Ökostrom betrieben werden. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz und zur langfristigen Versorgungssicherheit vor Ort. Zudem fallen bei dieser Form der Wärmeversorgung – im Gegensatz zu fossilen Energieträgern – künftig nahezu keine CO₂-Kosten an, was für stabile Preise sorgt.
Neben den ökologischen Vorteilen überzeugt der Anschluss auch wirtschaftlich: Durch den Einsatz effizienter Übergabestationen entfallen sowohl Energieverluste als auch Wartungs- und Neuanschaffungskosten für veraltete Gaskessel.
Allein durch diese Anschlüsse wird der Gasabsatz im Ortsnetz des Marktes Beratzhausen um rund 15 Prozent sinken – ein deutliches Signal für den beginnenden Strukturwandel in der Wärmeversorgung.
Der Markt Beratzhausen und der Wasserzweckverband Laber-Naab verstehen den Anschluss ihrer eigenen Gebäude ausdrücklich auch als Vorbildfunktion. Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger besteht weiterhin die Möglichkeit, sich beraten zu lassen und einen Anschluss an das Wärmenetz zu prüfen.
Der aktuelle Projektplan sieht vor, dass die Anschlüsse in etwa zwei Jahren vollständig umgesetzt sein werden.
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden sich unter www.beratzhausen-fernwaerme.de
Foto: Markus Bauer