Letzten Freitag wurde der Standort der Lebenshilfe in Beratzhausen offiziell eingeweiht. Mit zahlreichen Gästen aus Politik u.a. Staatsministerin Ulrike Scharf, Kirche, Wohlfahrtsverbänden und der Region konnte ein Projekt gefeiert werden, das in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes ist.
In den Räumen der ehemaligen evangelischen Kirche ist eine neue Heimat für 24 Menschen mit Handicap entstanden. Gleichzeitig kann auch die Großtagespflege der Knierutscher bleiben. Damit ist ein Ort entstanden, der Wohnen, Betreuung, Teilhabe und Gemeinschaft miteinander verbindet.
Besonders beeindruckend ist dabei die Geschichte des Gebäudes selbst.
Anstatt die ehemalige Kirche abzubrechen, wurde ihr eine neue Zukunft gegeben.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Ortsentwicklung nicht immer Neubau bedeutet. So wie in Beratzhausen auch bei unserem Kindergarten Farbenzauber oder dem Wohnprojekt im ehemaligen Feuerwehrhaus.
Oft steckt gerade in bestehenden Gebäuden großes Potenzial, wenn Menschen bereit sind, neue Ideen zu entwickeln und mutige Wege zu gehen.
Mit der Umnutzung konnte nicht nur wertvolle Bausubstanz erhalten werden. Gleichzeitig wurden auch rund 20 Arbeitsplätze geschaffen. Vor allem aber entstand ein Ort, an dem Inklusion ganz selbstverständlich gelebt wird. Menschen mit Behinderung erhalten hier die Möglichkeit, mitten in unserer Gemeinde zu wohnen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Ich freue mich sehr, dass dieses außergewöhnliche Projekt nun mit Leben gefüllt ist und wünsche allen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Kindern, den Mitarbeitenden sowie der Lebenshilfe viele glückliche Jahre an ihrem neuen Standort in Beratzhausen.
Matthias Beer
1. Bürgermeister