Windpark Hatzenhof wird um ein Windrad erweitert

 

Aus drei mach vier.

So könnte man das nächste große Projekt in unserem Gemeindegebiet überschreiben.

 

Seit vielen Jahren beschäftigt der Regionalplan zu den Windvorranggebieten die Öffentlichkeit. Hintergrund ist die bundesweite gesetzliche Vorgabe, entsprechende Flächen für den Ausbau der Windenergie bereitzustellen. Im Verfahren war uns vor allem eines wichtig: keine weitere Umzingelung des Ortsteils Oberpfraundorf und keine Zerstückelung. Wenn zusätzliche Windkraft, dann möglichst dort, wo bereits Anlagen stehen – also Verdichtung statt neuer Einzelstandorte.  Dies ist auch weitgehend gelungen, wenn gleich die grundsätzliche Verpflichtung des Gesetzes bestehen blieb.

 

Und jetzt geht es auch für uns überraschend schnell: Für den bestehenden Windpark bei Hatzenhof hat das Landratsamt die Genehmigung für eine vierte Windkraftanlage erteilt.

Die vorbereitenden Bauarbeiten beginnen bereits. Im September sollen die ersten Turmteile kommen, später folgen Rotorblätter. Wenn alles nach Plan läuft, soll die neue Anlage bereits im Dezember ans Netz gehen. In den kommenden Monaten wird es also einiges zu sehen geben – wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Die neue Anlage soll jährlich rund 12 bis 15 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht ungefähr dem gesamten jährlichen Stromverbrauch Beratzhausens.

Und auch finanziell ist das für unsere Heimat gewinnbringen. Mit dem Betreiber konnten Zahlungen nach dem EEG vereinbart werden. Dadurch fließen künftig voraussichtlich rund 25-30.000 Euro pro Jahr an die angrenzenden Kommunen Beratzhausen, Lupburg und Hohenfels. Hinzu kommt die Gewerbesteuer, die der Anlage entsprechend Beratzhausen zugutekommt.

Über eine Laufzeit von 20 Jahren sprechen wir damit allein bei den EEG-Zahlungen über rund 600.000 Euro für die Region – zuzüglich Gewerbesteuer.

Erneuerbare Energien sind für Beratzhausen längst nicht mehr nur ein Beitrag zur Energiewende. Durch Stromerzeugung, EEG-Zahlungen und Gewerbesteuer werden sie zunehmend auch zu einem Wirtschaftsfaktor für unsere Gemeinde.

 

Matthias Beer
1. Bürgermeister