Was wird da eigentlich an der Schule gegraben?
Aktuell verstärkt das Bayernwerk den Stromanschluss unserer Schule. Was zunächst nach einer ganz normalen Baumaßnahme aussieht, ist tatsächlich der erste Schritt für ein spannendes Energieprojekt, mit dem wir mehrere unserer kommunalen Gebäude und Energieanlagen miteinander verbinden.
Im nächsten Schritt werden die Stromanschlüsse der Schule und unseres neuen Kinderhauses Farbenzauber zusammengelegt. Damit verbinden wir einen unserer größten kommunalen Stromverbraucher – die Schule – direkt mit der großen Photovoltaikanlage mit 99 kWp auf dem Dach des Kinderhauses.
Doch damit nicht genug: Auch die bestehende Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle, die mittlerweile aus der EEG-Förderung gefallen ist, wird in das System eingebunden. Hinzu kommen die Wallbox für unser Bauhoffahrzeug, neue Batteriespeicher mit insgesamt 30 kWh Speicherkapazität sowie die Wärmepumpe des Kinderhauses Farbenzauber.
Aus vielen einzelnen Bausteinen entsteht so ein gemeinsames Energiesystem. Ziel ist es, unseren selbst erzeugten Strom möglichst direkt vor Ort zu verbrauchen. Überschüssige Energie kann zwischengespeichert und später genutzt werden. Gleichzeitig können die verschiedenen Verbraucher besser aufeinander abgestimmt werden.
Sonne, Schule, Kinderhaus, Mehrzweckhalle, Wärmepumpe, Batteriespeicher und Elektrofahrzeug arbeiten damit künftig nicht mehr unabhängig voneinander, sondern als gemeinsames System.
Das erhöht vor allem den Eigenverbrauch unserer Photovoltaikanlagen. Statt möglichst viel Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen und gleichzeitig an anderer Stelle Strom einzukaufen, wollen wir die selbst erzeugte Energie möglichst sinnvoll in unseren eigenen Liegenschaften nutzen. Das macht die Energieversorgung nicht nur effizienter, sondern spart langfristig auch Stromkosten.
Die aktuellen Grabungsarbeiten sind damit nur der sichtbare Anfang eines größeren Projekts. Wieder ein kleines Stück weiter auf dem Weg zu einer modernen, wirtschaftlichen und möglichst eigenverbrauchsoptimierten Energieversorgung unserer kommunalen Gebäude.
Matthias Beer
1. Bürgermeister